ACP-Index: Instrumente

Die folgenden Parameter sind Teil der Datenstruktur assessmentPart. Sie bilden zusammen die Voraussetzung, eine Erhebung durchzuführen. Es handelt sich also um die Beschreibung des Testmaterials im engeren Sinne.

Die folgende Abbildung zeigt die übliche Struktur eines Erhebungsinstrumentes. Diese wird in den nachfolgenden Parametern abgebildet.

units

Es sind alle Units aufgeführt, die in diesem Abschnitt verwendet werden. Jede Unit hat folgende Felder:

  • id zur eindeutigen Kennzeichnung
  • name, description und lang zur Beschreibung und sprachlichen Verortung
  • items listet alle Items innerhalb der Unit auf:
    • id zur eindeutigen Kennzeichnung
    • wenn useUnitAliasAsPrefix ‘true’ ist (Standardwert), dann ist die Item-Id nur innerhalb der Unit eindeutig und benötigt zur externen Referenzierbarkeit die Unit-Id als Präfix.
    • name kann als Beschriftung in Listen verwendet werden
    • sourceVariable bezeichnet die Variable, die nach der Kodierung den Score oder den Code für das Item liefert.
  • dependencies: Liste aller Dateien, die im Zusammenhang mit der Unit vorliegen müssen. Neben der ID, die auch einen Pfad enthalten kann, ist ein type anzugeben. Die möglichen Ausprägungen UNIT_INDEX, UNIT_CODING_SCHEME, UNIT_METADATA, UNIT_UI_DEFINITION, PLAYER, PLAYER_DEPENDENCY, WIDGET ermöglichen eine korrekte Zuordnung zu Funktionen.

bookletModules

  • id, name, description, lang: Im Datenmanagement müssen ein verlässlicher Bezug zu einem Abschnitt id sowie Erläuterungen über die Datenfelder name und description hinterlegt sein. In Auswahllisten oder Protokollen kann dann das Modul gut identifiziert werden. name und description haben keine separate Sprachmarkierung, denn das Modul wird zu genau einer Sprache entwickelt. Daher ist in einem Feld lang die Sprache anzugeben, die dann für alle Einträge des Moduls gilt.
  • units listet alle Units des Booklets auf:
    • id referenziert die Unit, so wie sie unabhängig vom Einsatz in Testheften entwickelt wurde. Diese Id muss in der obigen Unitliste zu finden sein.
    • alias bezieht sich auf eine spezifische Unit in einem spezifischen Testheft an einer spezifischen Stelle. Da Units in Testheften mehrfach auftauchen können, kann eine solche Angabe nötig sein. Der alias einer Unit wird verwendet, um die Antworten zu speichern – NICHT die id der Unit!
    • order kennzeichnet die Position innerhalb des Moduls.

instruments

Module werden in Testhefte platziert (s. obige Struktur).

id, name, metadata

Im Datenmanagement müssen ein verlässlicher Bezug zu einem Abschnitt id sowie Erläuterungen über name hinterlegt sein. Das Instrument selbst ist nicht auf die Sprache festgelegt, d. h. der Name muss wieder mit einer Sprachmarkierung versehen sein.

Das IQB nutzt seit einigen Jahren konsequent ein eigenes Metadatensystem, das auf internationalen Standards beruht. Kern sind Vokabulare, in denen Wertelisten für spezifische Merkmale veröffentlicht sind. Verschiedene Metadaten werden dann Objekten über sog. Metadatenprofile zugewiesen. Es handelt sich um ein sehr flexibles und universelles Verfahren, digitalen Objekten Zusatzinformationen zuzuweisen, ohne jedes Mal die Spezifikation ändern zu müssen.

Weitere Informationen und Literatur finden Sie hier. Die Metadatenprofile, die im ACP-Index verwendet werden, finden Sie hier

Beispiel Objekt-Metadaten JSON
{
  "metadata": {
    "profileId": "https://raw.githubusercontent.com/iqb-vocabs/p44/master/index.json",
    "entries": [
      {
        "id": "e1",
        "label": [
          {
            "lang": "de",
            "value": "Art der Erhebung"
          }
        ],
        "value": [
          {
            "id": "https://w3id.org/iqb/v85/dt/1"
          }
        ],
        "valueAsText": [
          {
            "lang": "de",
            "value": "Kompetenz- und Leistungsdaten"
          }
        ]
      },
      {
        "id": "kim_type_school",
        "label": [
          {
            "lang": "de",
            "value": "Schulform"
          }
        ],
        "value": [
          {
            "id": "https://w3id.org/kim/schularten/s02"
          }
        ],
        "valueAsText": [
          {
            "lang": "de",
            "value": "Grundschule"
          }
        ]
      }
    ]
  }
}

Beispiele: Zeit für Durchführung Minuten gesamt, Art der Erhebung, Kopfhörereinsatz

testcenterBooklet

Diese Liste enthält alle Sprachvarianten für genau ein Booklet. Jeder Eintrag hat folgende Eigenschaften:

  • lang: Definition der Sprache dieser Variante
  • definitionId: ID/Pfad zur XML-Datei, die das Booklet beschreibt und genau so in das Testcenter hochgeladen werden muss.
  • modules: Aufzählung aller Module, die in diesem Booklet verwendet wurden. Die moduleId verweist in die Liste bookletModules des Abschnittes. Es gibt die Möglichkeit, eine Reihenfolge order der Module festzulegen.

administrationMode

Es gibt – z. B. bei StarS – Abweichungen vom normalen Szenario “Schüler*in löst Aufgaben”. Das Booklet kann verschiedene Modi der Durchführung haben:

  • TEST_BY_TEST_TAKER: Der Test/die Befragung wird von derselben Person durchgeführt, deren Fähigkeiten ermittelt werden sollen (Standard),
  • TEST_BY_PROCTOR: Der Test wird durch die Lehrkraft/Aufsicht durchgeführt (Dialog/Beobachtung), um die Fähigkeiten einer anderen Person zu erheben,
  • STIMULUS_FOR_TEST_TAKER: Die Testperson geht durch das Booklet, ohne Anworten zu hinterlassen. Sie wird dabei von einer Lehrkraft/Aufsicht begleitet, die die eigentliche Erfassung vornimmt. Im Testcenter wird als Durchführungsmodus RUN_DEMO gewählt, d. h. das Booklet dient mehreren Testpersonen als Stimulus und hinterlässt keine Antwort-Daten.

handOutsForTestTaker

Es kann sein, dass für dieses Booklet zusätzliches Material an die Testperson(en) gegeben wird. Entweder dient dieses Material als zusätzlicher Stimulus, oder die Testperson soll eine Handlung damit/darauf ausführen. Beispielsweise soll ein Wort aufgeschrieben oder eine Linie gezogen werden. Die Handlungen der Testperson werden aktuell nicht direkt in die Testergebnisse einbezogen (Scan), sondern es müsste parallel über ein Instrument eine Beobachtung stattfinden, die die Handlung kodiert. Daher kann ein Handout nicht getrennt von einem Instrument definiert werden.

Die Liste enthält Einträge mit folgenden Eigenschaften:

  • order kann die Anzeigereihenfolge festlegen.
  • mode beschreibt die Art des Einsatzes:
    • PRINT_SHOW: Ausdruck nur zum Zeigen. Bei Einzeltestungen reicht dann ein Ausdruck pro Testgruppe.
    • PRINT_WRITE_DRAW: Ausdruck, auf dem die Testperson schreibt oder zeichnet.
    • ON_SCREEN: Anzeige auf einem Bildschirm (Tablet, Laptop).
  • file setzt eine Referenz zu der Datei, die als Quelle für das Handout dient. Da es mehrere sprachspezifische Varianten geben kann, ist hier ein Array mit den Werten id (ID/Pfad), lang für die Sprachangabe und label für die UI anzugeben. Auch eine Beschreibung description kann hinzugefügt werden.
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